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Eine Rezension ist etwas Tolles, oder?

Aber was ist, wenn sie nicht so toll ist? Und das, obwohl es sich um 5-Sterne handelt?

Dann hast du verstanden, wie die neue Welt funktioniert.

 

 

Ich bin noch aufgewachsen zu der Zeit, in der jeder seine ehrliche Meinung geteilt hat. Jedoch scheinen diese Zeiten vorbei zu sein.

Ich möchte mit diesem Blogbeitrag nur kurz zusammenfassen, wie 4 und 5- Sterne Rezensionen entstehen können. Natürlich meine ich damit nicht jede Rezension, nur seit ich als Autorin arbeite, habe ich sehr viel gesehen und erlebt.

 

Ich habe gesehen, wie Autoren in Gruppen und auch privat bei ihren Kollegen nachgefragt haben, ob man nicht einen „Rezi-Tausch“ machen möchte. Dies funktioniert auf unterschiedlichen Wegen:

 

  • Die Autoren kaufen ihr 0,99 € E-Book und beide lesen es, danach gibt es die Rezension. Ab und an ist sie dann auch ehrlich gemeint und ich finde den Weg in Ordnung. Aber es gibt noch Variante B.
  • Autor A kauft das E-Book für 0,99 € bei Autor B. Beide sagen dem anderen Bescheid, dass das Buch da ist, dann tauschen sie die FERTIGEN Rezensionen untereinander aus und sie posten die bei Amazon und co. Das ist nicht in Ordnung.

 

Dann gab es noch die Variante von beschenkten Rezensenten.

Bei dieser „Arbeit“ läuft es so, dass Autoren Bloggern und interessierten Lesern, ihre Manuskripte kostenlos zusenden und diese dann eine 4-5 Sterne Rezension abgeben müssen. Drunter geht nichts. Also, gibt es keine ehrliche Meinung. 

Es gibt auch die Möglichkeit, dass die Leser das Buch kaufen können und rezensieren müssen. Und anschließend können sie die Rezension samt Kaufbeleg zum Autor schicken und bekommen alles wieder.

Ab und an, bekommt man dafür sogar einen 5 €  Amazon Gutschein.

 

Und meine bisher liebste Idee war diese:

Ich habe durch Freunde erfahren, dass es Portale gibt, in denen die Auftraggeber freiberufliche Texter und Arbeiter finden, die für sie für kleines Geld etwas schreiben oder, kategorisieren. Und dann wurden da solche Angebote gefunden, wie:

 

Schreiben Sie zu diesen Produkten eine 4-5 Sterne Rezension. Es gibt einen Bonus und das Geld zurück, wenn Sie das Produkt kaufen und Bilder mit einstellen. Wieder nichts mit Ehrlichkeit.

 

Und dann gibt es natürlich noch die Rezensionen, die ich recht verwirrend finde.

Die starten dann meist mit „Ich habe das Buch gelesen. Das Cover ist schön und die/der Autorin/Autor ist nett.“ … Ja… gut. Aber das hat ja nichts mit dem Inhalt zu tun. 

Oder dieses System hier:

 

„Ich habe das Buch gelesen. Es ist soooo(…)ooo(…)ooo toll und natürlich das Beste Buch der Welt. Natürlich können die großen Autoren einpacken, sie werden überrannt. Ach ja, das Buch ist ein Rezi Exemplar und meine Meinung wurde NICHT beeinflusst.“ Man selbst liest die Leseprobe und findet 4 Fehler im ersten Satz. Dass das Buch gut ist, mag ja sein. Aber wenn solche 5 –Sterne Rezensionen dann nur mit dem Beisatz „War ein Rezi-Exemplar …“ beendet werden, glaubt das irgendwie keiner mehr.

 

 

Ich verstehe jeden, der keine Rezension schreibt. Ich selbst lese leidenschaftlich gerne. Aber ich habe noch nie eine Rezension bei Amazon eingestellt. Einfach auch, weil ich meine Bücher oft woanders herbekomme. Aber wenn ich schon eine Rezension schreibe, sollte es doch auch eine ehrliche sein, oder?

 

 

Also liebe Leser, achtet nicht immer auf die Meinung von anderen Menschen. Es könnten gekaufte, getauschte oder geschenkte Rezensionen sein. Wenn euch das Buch interessiert, kauft es, genießt es und vielleicht schreibt ihr dann eine passende Rezension. Ach und Rechtschreibfehler findet ihr bei Selfpublishern und Verlagsautoren gleichermaßen.

 

© by T.E. Lind, 05.07.2016 - 2018

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